Eines der schönsten Gletschertäler ist sicher das Tal des Rio Nero auf der Nordseite der Musi-Berge. Dieser Ort gehört wohl zu den unberührtesten in den Julischen Voralpen.
Ein Großteil des Weges, der durch das Tal hinauf führt, schlängelt sich den Wänden entlang, die durch das Wasser des Rio Nero, einem Zufluss des Resia-Wildbaches, ausgehöhlt wurden. Hier wird dem Wanderer ganz deutlich die Kraft von Wasser und Eis vor Augen geführt.
In der Mulde eines sehr alten Kars, das heute durch dichte Wälder bedeckt ist, liegt die Casera Rio Nero (865 m). Auf der bis zu Beginn der 60er Jahre bewirtschafteten Alm weideten rund vierzig Rinder und ebenso viele Ziegen. Nach dem Erdbeben im Jahr 1976 wurde sie wieder erbaut und dient nun als Schutzhütte für Berggeher. Sie verfügt über eine ausgestattete Küche und rund fünfzehn Schlafplätze. Die Hütte ist ein idealer Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den Monte Cuzzer (CAI-Weg 707), den Monte Lavara (CAI-Weg 703 und 726) sowie den Monte Cadin (CAI-Weg 703 und 740).