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Aufstieg auf den Monte Cadin |
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Der Monte Cadin ist einer der Hauptgipfel des Musi-Massivs. Er befindet sich ganz im Westen der Bergkette und ist eng mit dem Massiv des Plauris-Lavara verbunden. Die vorgeschlagene Route verläuft auf der Südflanke des Berges, im Einzugsgebiet des Torrente Torre (Gemeinde Lusevera). Auf der eher anspruchsvollen Route, vor allem im Gipfelabschnitt, trifft man auf alte aufgelassene Weiden, die von der Strauchvegetation und Baumwuchs neu kolonisiert werden, felsige, rasch verwitternde Bereiche, karge Bergwiesen, Abgründe und Karstmulden auf der Kammlinie. Obwohl die Route durch eine der regenreichsten Gebiete Europas verläuft, ist die Gegend hier in ihrer Gesamtheit eher trocken. Dort wo das Wasser sich an der Oberfläche zeigt, bringt sie eine Landschaft von unvergleichbarer wilder Schönheit hervor (im Falle des Rio Zaturan). Entlang der Route kann man seltene botanische Arten entdecken und außergewöhnliche Exemplare der Herpetofauna vorfinden. Außerdem kann man in der Vogelwelt interessante Beobachtungen machen.
Durante la bella stagione è possibile muoversi lungo il percorso senza particolari accorgimenti, anche se sarebbe opportuno evitare le ore più calde della giornata. In inverno,invece, è necessario disporre di un'attrezzatura adeguata (ramponi, piccozza e racchette) per avere una presa migliore lungo i pendii innevati. Si sconsiglia di effettuare l'escursione durante il periodo di scioglimento delle nevi, in quanto, a causa della forte pendenza e della notevole insolazione, le slavine sono piuttosto frequenti e pericolose. E' necessario, infine, prestare la massima attenzione quando si raggiunge la base delle rocce costituenti la linea di cresta: vi si staccano con frequenza dei grossi sassi che possono costituire un serio pericolo per l'escursionista.
GEHZEITEN
Von der Ortschaft Tanataviele bis auf den Gipfel des Monte Cadin beträgt die Gehzeit auf der vorgeschlagenen Route bei gutem Tempo rund 3 Stunden und 30 Minuten. Für die Rückkehr braucht man rund 2 Stunden. Die Gesamtgehzeit dürfte daher bei maximal 6 Stunden liegen.
HÖHENUNTERSCHIED
Der höchste Punkt, der erreicht wird, ist der Gipfel des Monte Cadin in 1818 m Seehöhe: da sich der Ausgangspunkt auf 627 m befindet, beträgt der Höhenunterschied der Route 1191 m.
JAHRESZEIT
In der warmen Jahreszeit kann man sich entlang der Route ohne besondere Vorsichtsmaßnahmen bewegen, auch wenn es besser ist, die heißen Stunden des Tages zu meiden. Im Winter hingegen ist es notwendig, über eine entsprechende Ausrüstung zu verfügen (Steigeisen, Eispickel und Schneeschuhe), um auf den Schneefeldern einen besseren Halt zu haben. Nicht empfehlenswert ist die Tour während der Schneeschmelze, da es aufgrund der starken Neigung und der starken Sonneneinstrahlung häufig zu gefährlichen Lawinenabgängen kommt. Schließlich ist es notwendig, größte Aufmerksamkeit walten zu lasen, wenn man die Basis der Felsen, die die Kammlinie bilden, erreicht: hier lösen sich häufig Gesteinsbrocken, die eine ernsthafte Gefahr für den Berggeher darstellen können.
AUSRÜSTUNG
Eine normale Wanderausrüstung ist ausreichend. Empfehlenswert ist auch die Verwendung eines Stockes, um die Begehung des steilen Geländes zu erleichtern. Wegen der Zeckengefahr (die Ixodeszecken sind nicht nur unangenehm, sondern können auch die Lyme-Borreliose übertragen) und den Vipern werden lange Hosen empfohlen: diese Maßnahme ist auch nützlich, um sich vor den vielen blutsaugenden Insekten auf den Wiesen zu schützen.
DIE ROUTE
Von der Ortschaft Tanataviele (627 m.ü.M.) den gut beschilderten CAI-Weg 709 einschlagen. Der Ortsname spiegelt die Bedingungen eines Gebietes wider, das als Bindeglied zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen fungiert: der friulanische Beiname "taviele" bedeutet 'bebautes Land', das Adverb "ta" und die Präposition "na" im Slowenischen verschmelzen mit dem ursprünglichen Namen und nehmen die Bedeutung 'dort oben' an. Der Zugang zu dem Pfad ist durch ein ständig verschlossenes Eisengatter versperrt. Um an diesem Hindernis vorbeizukommen ist es notwendig, den linken Weg zu benutzen. Nach einigen Minuten kreuzt man einen klaren Gebirgsbach. Hier sollte man die Feldflasche nochmals mit Wasser anfüllen, da dies die einzige Frischwasserversorgungsmöglichkeit ist. Der Weg führt weiter durch ein Wiederaufforstungsgebiet und Gebiete mit sehr brüchigem Felsen, vor allen bei den Rinnen, wo die Pioniervegetation nur mühsam gedeiht. Die mäßige, aber nicht exzessive Neigung bereitet den Körper auf den anstrengenden Aufstieg auf den Gipfel des Cadin vor.
In dieser Anfangsphase der Wanderung dominiert der zutage getretene Fels, der durch karge Wiesen und junge, begrenzte Waldformationen unterbrochen wird. Der Monte Cadin besteht hauptsächlich aus norischem Dolomitkalkstein, einem eher brüchigen Gestein: dieser Faktor macht, neben einer hohen Niederschlagsdichte, die Landschaft instabil und schwierig. Der Naturraum ist geprägt von einem durchlässigen Boden bei guter Südlage und starken Regenfällen. Unter diesen Voraussetzungen gedeihen hier vorwiegend Schneeheide (Erica herbacea), der klebrige Lein (Linum viscosum), Latschen und Kugelginster (Genista radiata). Dort wo hingegen der Boden die Feuchtigkeit besser aufnimmt, gedeihen das Schwarze Kopfried (Schoenus nigricans), das Sumpfherzblatt (Parnassia palustris) und das zarte Alpen-Fettkraut. In den Gebieten mit geringerer Neigung konnte sich eine Humusschicht mit einer Vegetation bilden, die vorwiegend aus Buche und Schwarzbuche besteht. Außerdem kommen noch weitere thermophile Arten wie die Manna-Esche (Fraxinus ornus) und die Flaumeiche (Quercus pubescens) hinzu. Im Unterholz sind das Blaugras (Sesleria varia), die weiße Segge (Carex alba), das echte Salomonssiegel (Polygonatum odoratum), die braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens), die dreiblättrige Anemone, das Leberblümchen (Hepatica nobilis), die Frühlings-Platterbse (Lathyrus vernus), der klebrige Salbei (Salvia glutinosa), der Hainsalat (Aposeris foetida) häufig anzutreffen. Die starke Sonneneinstrahlung, das Vorhandensein von Schlupfwinkeln sowie die geographische Lage haben die Ansiedlung zahlreicher Reptilienarten begünstigt. Häufig anzutreffen sind Mauereidechsen, Blindschleichen, Smaragdeidechsen und Schlingnattern. Hier heimisch, allerdings nicht so häufig sind Karbonarschlangen, Äskulapnattern, Aspisvipern und Hornvipern. In den Lüften zu beobachten sind Mäusebussard, Wespenbussard und Sperber. In den kalten Monaten kann man den Mauerläufer bei Rinnen sichten. Unter den Säugetieren nennenswert sind die Waldspitzmaus, der Steinmarder und die selten gewordene Wildkatze.
Nach rund 1 Stunde Gehzeit erreicht man den Ort Plan di Tapou (nach einem Baum benannt: vom Slowenischen "topol"=’Pappel’), eine nicht mehr bewirtschaftete Weide, wo man zu einer Weggabelung kommt (875 m): den Weg einschlagen, der nach rechts hinauf führt (hier befindet sich die Aufschrift "Startplatz" und bietet den Segelsportlern einen freien Startplatz) und ein Dickicht, das vorwiegend aus Haselnusssträuchern besteht, durchqueren. Der Boden ist hier eher feucht und wird steiler, was den Aufstieg erschwert, obwohl die Route im Schatten liegt.
Das Gebiet wird rasch wiederaufgeforstet: zum einen mit schnell wachsenden, blattwechselnden Holzgewächsen, wie Birken und Bergahorn (Acer pseudoplatanus), zum anderen mit künstlich angelegten Nadelbäumen, wie Rottannen und Lärchen. Der Boden besteht vorwiegend aus Moränenablagerungen, die einen eher feuchten Lebensraum entstehen lassen. Der Wechsel von Wiese in Wald begünstigt die Ansiedlung zahlreicher kleiner Vogelarten, die sich ihre Nester in der dichten Vegetation bauen und die in den aufgelassenen Wiesen ihre Nahrung finden. Zu den hier heimischen Vögeln gehören Finken, Grünlinge, Gimpel, Neuntöter, kleine Laubsänger und Mönchgrashüpfer. Zahlreich sind die Meisen, unter denen die nistende Haubenmeise (Parus cristatus) hervorsticht. Einige früchtetragende Gewächse locken verschiedene Säugetiere – wie Eichhörnchen, Haselmäuse, Siebenschläfer, Waldmäuse, Rotfüchse, Dachse und recht häufig Rehe und Wildschweine – an.
Die Umgehung der Westseite des Monte Tapou (1100 m) erfordert etwas Zeit. Hat man allerdings einmal den nördlichen Gipfel erreicht, wird man durch einen atemberaubenden Ausblick auf das vom Mea-Bach gebildete Valle di Musi belohnt (der Name stammt vom Dialektausdruck "méa, meja", was ’Erdrutsch, abfallender Boden' bedeutet). Die Natur erscheint hier streng und spektakulär. Charakteristisch sind die rauen, felsigen Emersionen auf der Südwand der Cime di Musi und der dichte Buchenwald auf der Nordseite des Gran Monte. Der Weg steigt rasch an, führt über Wiesen, die ebenfalls aufgeforstet werden und durch ein Latschengebiet. Während des Aufstieges kann man jüngere Militärstellungen, kleine halbkreisförmig angeordnete Schützengräben sehen, die zur Verteidigung vor einem möglichen Angriff der Infanterie aus dem Tal dienen sollten.
Auf diesen steilen, kargen Wiesen lassen sich botanische Besonderheiten beobachten. Entlang der Route blühen Clusius-Enzian (Gentiana clusii), Frühlings-Schlüsselblumen (Primula veris), Steintäschel (Aethionema saxatile), das kriechende Fünffingerkraut (Potentilla reptans), der zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia), das echte Salomonssiegel, die wohlriechende Nieswurz (Helleborus odorus), das Buschwindröschen (Anemone nemorosa), die Alpen-Kuhschelle und das blasse Knabenkraut (Orchis pallens). Die Verbreitung typischer Niederholzarten weisen darauf hin, dass die Wiesen antropischen Ursprungs sind und erst vor kurzem entstanden sind. Nicht selten stößt man auf Bergeidechsen und Kreuzottern. Zwischen Ende April und Anfang Mai ist die Balzzeit der Birkhühner, Waldhühner, die in den letzten Jahren immer mehr verschwinden. Ebenfalls anzutreffen sind der seltene Wachtelkönig, der Wasserpieper und der Baumpieper.
Nach 1 Stunde Gehzeit von Plan di Tapou aus stößt man auf den CAI-Weg 740 in Richtung Forcella Stiliza (1375 m). Nach einer weiteren Stunde gelangt man zu den ersten Felswänden. Nach zirka zehn Minuten ermöglicht ein willkommenes Metallseil, dass man bis zur Kammlinie gelangt. In weiteren 10 Min. erreicht man die Forcella Stiliza (1790 m: vom slow. "Stilice"='Stufen'). Beeindruckend ist die Wildheit der Landschaft, die durch steile Felswände und Karstmulden geprägt ist. Von der Scharte aus verlässt man den CAI-Weg und begibt sich nach links in Richtung Gipfel des Monte Cadin (friul. "cjadìn", vom lat. Catinus, in der Bedeutung von Kar, Felsmulde'). Äußerst vorsichtig muss der Gipfelgrat erklommen werden (es muss eine Reihe von Vorgipfeln bewältigt werden, bevor der Hauptgipfel auf 1818 m erreicht ist).
Zwischen den Felsen lugt die blühende Alpenaurikel (Primula auricula) hervor. Dazu gesellen sich die Karnische Glockenblume (Campanula carnica), der Felsen-Baldrian (Valeriana saxatalis), Bursers Steinbrech (Saxifraga burserana), Kugelschötchen (Kernera saxatalis) und viel Erika. Von dieser privilegierten Position aus kann man das Kreisen von Steinadler, Mauersegler, Kolkrabe und einigen Alpendohlen erleben. Unter den kleinen Vögeln ist der Hausrotschwanz erwähnenswert. Auf den Wiesen leben viele Schneemäuse. Das typische Säugetier dieses Lebensraumes ist hingegen die Gämse. Es war allerdings eine Aufstockung des Bestandes erforderlich, um ein rasches Anwachsen der Population an Huftieren zu fördern: vor kurzem wurden von der Parkverwaltung auf der Südseite der Musi-Berge zehn Tiere eingesetzt, die aus dem Parco delle Alpi Marittime stammen, die sich mit den anderen Gämsen vermischen, die in den verschiedenen Bereichen des Plauris freigesetzt wurden.
Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke. Bei der Gabelung zwischen den CAI-Wegen 709 und 740 (1375 m), die in rund 1 Stunde erreichbar ist, geht es auf dem linken Weg (740) weiter. Der Weg führt rasch einen Hang entlang, mit der Bezeichnung Tasaiebomenta, talwärts. An einigen Stellen kommt es aufgrund der wiederholten Lawinenabgänge in diesen Tälern zu Abweichungen. Dank der starken Neigung kommt man bald in ein Wiederaufforstungsgebiet, das nur bei der vom Rio Zaturan gebildeten Klamm Raum für die Felsen lässt ('za' bedeutet 'hinten', der Stamm "turan" kommt vom slow. "tùren" d.h. 'Turm'). Dies ist vielleicht das beeindruckendste Zusammenspiel, die signifikanteste Momentaufnahme in Hinblick auf die raue Wildheit der Natur.
In einem äußerst durchlässigen Gebiet, wie das des Cadin-Massivs, ist das Vorhandensein von Oberflächenwasser von grundlegender Bedeutung für die verschiedenen Tierarten, wie Feuersalamander, Erdkröte, Grasfrösche, Ringelnatter, Wasseramsel und Sumpfspitzmäuse.
Nachdem Bach durchquert man einen Nadelwald und hat bald den Ausgangsort erreicht.
Karte
Kartographie
Wanderkarte, Maßstab 1:25.000. Blatt 026 Julische Voralpen
Valli del torre (Torre-Tal). Edizioni Tabacco.
Die Route wurde von Tiziano Fiorenza und Maurizio Dondolo ausgearbeitet.
Der Dank gilt Luciano Michelizza für die freundliche Zusammenarbeit.
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