Mit dem ÖKOMUSUEM DES RESIA-TALES wurde ein neues Modell zur Erschließung des Gebietes vorgelegt. Ziel ist die aktive und integrierte Bewahrung des lokalen natürlichen und kulturhistorischen Erbes, nicht zuletzt in Hinblick auf eine Ankurbelung der Wirtschaft in den Parkgemeinden. Das Ökomuseum erstreckt sich auf das ganze Tal, das sich als ein Museum präsentiert, das man auf verschiedenen thematischen Lehrpfaden erleben kann. Die durchquerten Naturräume sowie die jeweiligen Besonderheiten (ob physischer, biologischer oder kultureller Natur) bilden Stationen oder Beobachtungspunkte eines allgemeinen Weges. Aber nicht nur: heute geht die Definition vom Image einer Region weit über die rein geographischen, landschaftlichen und naturkundlichen Aspekte hinaus. Dazu gehören auch materielle oder immaterielle Ressourcen, wie Häuser und Wirtschaftsgebäude, Lebens- und Arbeitsweisen, önogastronomische Produktionen. Das Ökomuseum ist somit ein Schlüssel zum Begreifen einer Region und ein Mittel zur Förderung des außergewöhnlich reichen Erbes des Val Resia.
Das ÖKOMUSEUM VAL RESIA besteht aus einem Wegenetz, das man – auf der Erkundung des Resia-Tales - mit Körper und Geist durchwandern kann. Die Wege führen zu den charakteristischen Orten dieses faszinierenden Alpentales und versuchen einen Einblick in ihr Wesen und in die Geschichte von Natur und Menschen, die heute noch hier leben, zu geben.
… Das Ökomuseum Val Resia lässt sich in vier große Wege, “Vie” genannt, untergliedern. Von diesen Wegen aus kann man weitere signifikante Orte erreichen, die den Namen von “Plätzen” erhalten haben:
- VIA AGLI ANTICHI GHIACCIAI, der GLETSCHERWEG, der über GNIVA bis zum SELLA CARNIZZA führt
- VIA AGLI ALPEGGI, der ALMWEG, der über OSEACCO nach PROVALO führt
- VIA AGLI STAVOLI, der SENNHÜTTEN-Weg, der über SAN GIORGIO zu den STAVOLI RUSCHIS führt
- VIA ALLA MUSICA, der MUSIKWEG, der über STOLVIZZA nach CORITIS führt
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Ausgangspunkt für sämtliche “Vie” ist Prato di Resia, das als “Ursprung” definiert wird, und eng mit dem Sitz des Naturparks und seinem Besucherzentrum in Zusammenhang steht.
Jeder Weg ist gut ausgeschildert und führt den Wanderer ins Innere des Tales, während die Tafeln ihn dazu einladen, mit Geist und Herz die Natur und die Geschichte dieses Tales zu erkunden.
Das Ökomuseum ist somit ein authentisches Museum, das sich über die gesamte Talregion erstreckt und in erster Linie unter freiem Himmel ist. Im Wesentlichen ist es daher als “Kulturwege” strukturiert.